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In dieſer eigenſinnigen Laune wurde der Herzog durch Campo⸗Baſſo erhalten. Der tückiſche Verräther ſah die Macht ſeines Herrn wanken und beſchloß, als Hebel an ſeinem Sturze zu dienen, um dann Anſprache an die Beute zu haben. Er betrachtete Oxford als einen der treueſten und beſten Freund des Herzogs; er glaubte in ſeinen Blicken zu leſen, daß er ſeine verrätheriſchen Abſichten durchſchaue, und haßte ihn daher ebenſo, als er ihn fürchtete. Um aber in ſeinen eigenen Augen ſeine ſchändliche Treuloſigkeit zu beſchönigen, ſtellte er ſich wegen der Beſtrafung einiger ſeiner Söldner äuſ⸗ ſerſt aufgebracht gegen den Herzog. Er glaubte, jene Strafe ſey auf den Rath Oxfords erfolgt, und vermu⸗
thete, dieſe Maßregel ſey in der Hoffnung getroffen
worden, zu entdecken, daß die Italiener nicht blos für eigene Rechnung, ſondern auch für ihren Befehlshaber geplündert haben. Er hüätte leicht Mittel gefunden, Oxford aus dem Wege zu räumen, wenn der Graf nicht ſelbſt für nöthig erachtet hätte, auf ſeiner Huth zu ſeyn, und überdieß wachten die Herren von Flan⸗ dern und Burgund, die ihn um derſelben Gründe wil⸗ len liebten, wegen deren ſie den Italiener verabſcheu⸗ ten, mit einer Sorgfalt über ihn, von der er ſelbſt nichts wußte, die aber ſehr viel dazu beitrug, ſein Le⸗ ben zu erhalten.
Ferrand von Lothringen würde wohl ſeinen Sieg nicht ſo lange unbenützt gelaſſen haben, wenn nicht die ver⸗ bündeten Schweizer, die den Kern ſeines Heeres bilde⸗


