27 blüfft.„Vor dem Herzog von Lothringen brauche ich mich nicht zu ſchenen, aber was habe ich zu thun, wenn der König und die Königin kommen?“
„Ihr ſteht auf, nehmt die Mütze ab und ſchweigt.“
Sigmund befolgte die Weiſung, während René Arm in Arm mit ſeinem Enkel heraustrat; Margarethe folgte, und Unmuth und Kummer war auf ihrer Stirne zu leſen. Sie winkte Arthur im Vorübergehen und ſagte zu ihm:„Verſichert Euch von der Wahrheit der unerwarteten Nachrichten, und hinterbringt mir das Nähere. Mordaunt führt Euch zu mir.“
Nun warf ſie einen Blick auf den Schweizer, und erwiederte höflich ſeinen linkiſchen Gruß, worauf ſle das Zimmer verließen, René, um mit ſeinem Enkel der Jags nachzueilen, und Margarethe, um in ihrem Zimmer die Beſtätigung der ſchlimmen Nachrichten abzuwarten.
Sobald ſie hinausgegangen waren, hob Sigmund wieder an:„Das iſt alſo ein König und eine Königin! Peſt! der König gleicht ziemlich Jacomo, dem alten Fiedler, der uns zu ſpielen pflegte, wenn er auf ſeinen Fahrten nach Geierſtein kam. Die Königin aber iſt eine ſtattliche Frau; die erſte Kuh der Heerde, die, mit Blumenkränzen geſchmückt, den andern vorangeht, kann nicht ſtolzer einherſchreiten. Und wie ſchnell Ihr auf ſie zugingt, und mit ihr ſprachet! Ich hätte das nicht ſo zierlich zu thun gewußt. Es ſcheint, Ihr ha⸗ bet gelernt, was an Höfen Sitte iſt.“—
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