26 den Geſtürzten enkrann keiner. In Unordnung zogen ſie ſich zurück, und ſammelten ſich zu einem neuen An⸗ griff, als der Herzog Ferrand mit ſeinen Reitern auf ſie eindrang und wir nachrückten, ihn zu unterſtützen. Das Fußvolk hielt kaum Stand, als es die Reiter ſo ſchlimm wegkommen ſah. Da hättet Ihr den Staub ſehen ſollen, und das Fallen der Hiebe hören! Auf mein Wort, ich ſchämte mich beinahe, mit meiner Hellebarde um mich zu ſchlagen und zu ſtoßen, weil die Leute gar nicht an Widerſtand dachten. Viele Hunderte wurden erſchlagen, und das ganze Heer floh in wilder Unord⸗ nung.“
„Mein Vater!— mein Vater!“ klagte Arthur; „was war ſein Schickſal?“ 3
„Er entkam glücklich,« verſetzte Sigmund,„er floh mit Karl.“
„Es muß viel Blut gefloſſen ſeyn, ehe er ſich zur Flucht wandte,“ ſprach Arthur weiter.
„Er hat keinen Antheil am Kampf genommen,“ er⸗ wiederte Sigmund,„und Gefangene ſagen, das ſey gut für uns geweſen, denn er ſey ein Mann von hoher Einſicht und wacker im Felde. Daß er geflohen, iſt keine Schande, denn man muß wohl rückwärts bei einer ſolchen Gelegenheit, wenn man nicht vorwärts kann.“
Hier unterbrach Mordaunt ihr Geſpräch mit den Worten:„Stille, der König und die Königin kom⸗ men!“
„Was ſoll ich thun?2 fragte Sigmund etwas ver⸗


