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beleuchtet war. In gluͤhrothem Schimmer erglaͤnz⸗ ten Thaͤler und Huͤgel, Ebenen und Waͤlder, Staͤdte mit ihren Thuͤrmen, und Schloͤſſer auf ſteilen Hoͤhen, die zwiſchen Baͤumen ſich erhoben, oder an Seen und Fluͤſſen lagen, deren Naͤhe man des heiſſen Klima wegen gewaͤhlt hatte.
Der ubrige Theil der Landſchaft war von den her⸗ anziehenden Wolken verhuͤllt, welche die Sonne zu verfinſtern drohten. Wilde Toͤne, gleich wimmerndem Geheul, von dem durch die vielen Schluchten des Bergs ſauſenden Winde, hervorgebracht, vermehrten das Furchtbare der Scene, und ſchienen einen nahen⸗ den Sturm zu verkuͤnden, wiewohl die Luft unge⸗ woͤhnlich ruhig war.
Arthur war ſo ſehr ergriffen von dieſem Schauſpiel, daß er beinahe das wichtige Geſchaͤft, das ihn hieher gefuͤhrt, vergeſſen haͤtte, als mit einem Male Marga⸗ rethe von Anjou vor ihm ſtand, die, weil ſie ihn nicht im Sprachzimmer gefunden hatte, auf den Bal⸗ kon getreten war, um ihn deſto baͤlder zu ſehen.
Die Koͤnigin war ſchwarz gekleidet, und ohne allen Schmuck, bis auf eine ſchmale goldene Binde, die ihre langen, durch Alter und Ungluͤck zum Theil ge⸗ bleichten Locken feſthielt. An dieſer war eine ſchwarze Feder mit einer rothen Roſe befeſtigt, die ihr der Pater Gaͤrtner dieſen Morgen als Zeichen des Hau⸗ ſes ihres Gatten uͤberreicht hatte. Gram und Kum⸗ mer war auf ihrer Stirne und in allen ihren Zuͤgen zu leſen. Einem andern Boten wuͤrde ſie wahrſchein⸗


