92 bei machte, einen Todten erwecken können. Unter Anderm trug er einen Stab, in der Form einer Nar⸗ renkolbe.— 4
„Ein ſehr paſſender Scepter für einen. n ſolchen Für⸗ ſten,“ ſchaltete Arthur ein.
„Oben,“ erzählte Thiébault weiter,„war ein Mo⸗ dell des Tempels in Jeruſalem, zierlich aus Pappe ge⸗ arbeitet und vergoldet, angebracht. Dieſen führte er mit vieler Anmuth, und vergnügte jeden Zuſchauer durch ſeine drolligen Bewegungen, nur die Königin nicht. Dieſe ſchien, je mehr er tanzte und ſprang, um ſo wüthender zu werden, und als er ſich ihr endlich naäherte, um ſie zu dem Zuge zu führen, rieß ſie ihm, wie von Wahnſinn ergriffen, den Stab aus der Hand, warf ihn gewaltig zu Boden, und eilte durch die Men⸗ ge, die wie vor einer entſprungnen Tigerin auseinan⸗ der ſtob, den königlichen Ställen zu. Ehe die geſtörte Ordnung wieder hergeſtellt werden konnte, ſah man die Königin zu Pferde, von einigen Engländern aus ihrem Gefolge begleitet, zurückkommen. Sie bahnte ſich einen Weg durch die Menge, brauſte, ohne auf ſich und Andere zu achten, wie ein Sturmwind durch die Straßen, und hielt erſt, als ſie auf dem Berge St. Victoire anlangte. Hier wurde ſie in das Kloſter aufgenommen, wo ſie bisher geblieben iſt, und daß ſie ein Gelübde gethan, iſt bloß ein Vorwand, um den Streit zwiſchen ihr und ihrem Vater zu verdecken.“
»Wie lange mag es ſeyn, daß dieß geſchehen iſt? fragte Arthur.


