31 an, in der prächtigen Ordenstracht der Niter gam 3 goldenen Vließ, ein Orden, den ſein Vater Philipp ge⸗ ſtiftet hatte, und deſſen Beſchützer und Haupt er ſelbſt 2 war. Mehrere ſeiner Hofleute waren ebenſo gekleidet, und ſtellten mit ihren Dienern einen ſolchen Reichthum und ſolche Pracht zur Schau, daß ſie die allgemeine Behauptung rechtfertigten, der Herzog von Burgund halte den glänzendſten Hof in der Chriſtenheit. Die Leibdiener erſchienen in der ihrem Rang angemeſſenen Ordnung, ſo wie die Wappenherolde, deren grotesk reiche Kleidung wunderbar abſtach gegen die Meßge⸗ wänder der Geiſtlichen, und die ſchimmernden Rüſtun⸗ gen der Ritter und Kronvaſallen. Zu den Letztern, die je nach der Art des Dienſtes, den ſie zu bekleiden hatten, verſchieden gerüſtet waren, geſellte ſich Oxford, in einem ſchlichten Kleide, das dem ihm umgebenden Glanze ent⸗ ſprach, ohne jedoch die Aufmerkfamkeit beſonders auf ihn zu ziehen. Er hatte Colvin zur Seite, und ſeine hohe, kräftige Geſtalt, und ſeine ſcharf ausgedrückten Züge bildeten einen ſtarken Gegenſatz gegen das gleich⸗. gültige Geſicht des ſtämmigen Glücksritters.
In ſtattlichem Zuge, den zweihundert auserleſene Arkebuſiere und ebenſo viele Gewappnete zu Pferd ſchlo⸗ ßen, ritt der Herzog mit ſeinem Gefolge gegen Dijon damals die Hauptſtadt von Burgund. Sie hatte hohe Mauern und breite Gräben, die ihr Waſſer von dem kleinen Fluße Ouche, und einen anderen, Suzon ge⸗ nannt, erhielten. Vier verſchanzte Thore mit den nöthi⸗ gen Auſſenwerken und Zugbrücken führten in die Stadt.


