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Stände auf die ihnen zur Berathung vorgelegten An⸗ gelegenheiten vernehmen, und hierauf den Schweizer⸗ Abgeordneten öffentliche Audienz ertheilen will. Er hat mich beauftragt, Euch einen paſſenden Platz anzu⸗ weiſen, von wo aus Ihr beide Ceremonien bequem ſehen könnt, die, wie er meint, für Euch als Fremden an⸗ ziehend ſeyn dürften. Doch er hat Euch dieß wahr⸗ ſcheinlich ſchon ſelbſt geſagt, denn ich meine, ihn geſtern Abend verkleidet geſehen zu haben. Nein— ſeht mich nicht ſo befremdet an— der Herzog ſpielt dieſe Rolle zu oft, als daß es insgeheim geſchehen könnte. Jeder Troßbube kennt ihn, wenn er durch die Zelte der Sol⸗ daten geht, und die Marketenderweiber heißen ihn den Spion. Wüßte blos der ehrliche Heinrich Colvin dar⸗ um, ſo ſollte es nicht über ſeine Lippen kommen, aber es iſt zu allgemein bekannt, weil es zu offen getrieben wird. Kommt, edler Herr, zum Frühſtück.«
Nach der Sitte der Zeit wurde ein reichliches Früh⸗
mahl aufgetragen, und es läßt ſich leicht denken, daß es einem begünſtigten Offizier des Herzogs von Bur⸗
gund nicht an den Mitteln gebrach, einen Gaſt von ſo
hohem Range gebührend zu bewirthen. Ehe das Mahl beendigt war, verkündigte Trompetengeſchmetter, daß der Herzog mit ſeinem Gefolge im Begriff ſey, zu Pferde zu ſteigen. Philipſon, wie er ſich immer noch nannte, wurde auf Befehl des Herzogs ein ſtattliches Roß vor⸗ geführt; mit ſeinem Wirthe miſchte er ſich unter die glänzende Verſammlung, die ſich vor dem Zelte des Herzogs zu bilden begann. Bald trat dieſer ſelbſt her⸗


