8 21 auch wahre, ſeines Lebens ſicher, wenn ein Anderer ihm darnach trachtet, der ſein eigenes nicht hoch an⸗ ſchlägt. Ihr ſeyd von Deutſchen, Italienern und an⸗ dern Fremden umgeben— wie Viele von ihnen mögen dem geheimen Bunde verpflichtet ſeyn, der ſie allen andern geſelligen Banden entzogen, und unwiderruflich an ſich gekettet hat! Bedenkt die Lage, in der ſich Euer Thron befindet, mag er auch in allem Schimmer der Macht glänzen, und auf einer feſten, ſeiner wür⸗ digen Grundlage ruhen. Als Freund Eures Hauſes muß ich Euch— und wären es auch meine letzten Worte — ſagen, daß die Schweizer über Eurem Haupte ſchwe⸗ ben gleich einer Lawine, und jener geheime Bund den Boden uutergräbt, auf dem Ihr ſtehet, gleich den er⸗
ſten Stößen eines Erdbebens. Beſchwört den Kampf
nicht herauf, und der Schnee wird ruhig auf den Berg⸗ ſpitzen bleiben, und die Gährung der unterirdiſchen Dünſte wird aufhören. Aber ein Wort der Drohung, ein Blick der Verachtung kann den Ausbruch jener Stürme herbeiführen.“
„Eure Worte verrathen mehr Furcht vor den halb⸗ nackten Horden und den nächtlichen Meuchlern, als Ihr ſonſt vor wirklicher Gefahr gezeigt. Doch will ich Euern Muth nicht verwerfen: ich will die Schweizer⸗Abgeord⸗ neten geduldig anhören, und, wenn ich's vermag, die Verachtung gegen ſie nicht blicken laſſen, mit der ich ihren Uebermuth, als unabhängige Staaten unterhan⸗ deln zu wollen, zu betrachten nicht umhin kann. Dem Treiben des geheimen Gerichts will ich ſchweigend zu⸗


