Teil eines Werkes 
161. Bändchen = Neue Folge, 11. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 5. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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Er verdient in dieſem Stücke alles Lob, erwie⸗ derte der Glücksritter, der Edelmuth nur in dem be⸗ ſchränkten Sinne von Freigebigkeit verſtand,der Her⸗ zog iſt ein edler, gütiger Herr.4 S 3SHs.

Männer, die auhänglich und treu im Dienſte ſind, wie Ihr, Colvin, verdienen's, daß er ſie freigebig lohne. Doch ich bemerke eine Veränderung bei Eurem Heere. Ich kenne die Banner der meiſten alten Häuſer in Burgund wie kommt's, daß ich ſo wenige von ihnen im Lager hier bemerke? Wohl ſehe ich, wie ſonſt, Fah⸗ nen, Standarten und Wappenſchilde, aber ſo viele Jahre ich ſchon mit dem Adel Frankreichs und Flanderns be⸗ kannt bin, kenne ich doch dieſe Wappen nicht.*

Edler Graf, verſetzte Colvin, ves ſteht einem Manne, der des Herzogs Brod ißt, nicht wohl an, das, was er thut, zu bekritteln; indeſſen muß man ſagen, daß er in der letzten Zeit zu viel auf Mieth⸗ truppen vertraut. Er hält es für beſſer, ſtarke Haufen deutſcher und wälſcher Lanzknechte in Sold zu nehmen, als den Rittern und Knappen zu vertrauen, die ihm dienſtoflichtig ſind. Von ſeinen Unterthanen verlangt er blos Geld, um die Söldner zu bezahlen. Die Deut⸗ ſchen ſind brave Kerls, ſo lange ſie regelmäßig beſoldet werden, aber der Himmel bewahre mich vor den Ita⸗ lienern und ihrem Anführer, dem Campo⸗Baſſo, der um ein gut Stück Geld den Herzog verkaufte, wie ein Schaaf zur Schlachtbank.

Deukt Ihr ſo ſchlimm von ihm? fragte der Graf.

So ſchlimm, antwortete Colvin,daß ich glaube,