10 „Wie? Euern Sohn, Dyford? Ihr habt ihn bei Euch? warum ſagtet Ihr mir nichts davon? Iſt ex ein würdiger Zweig des alten Stammes?“ 2
„Ich bin ſtolz darauf es glauben zu dürfen, Herr Herzog; er war mein treuer Gefährte auf meinen ge⸗ fahrvollen Wanderungen.“ 3
„Ihr Glücklicher!“ ſprach der Herzog mit einem Seufzer.„Ihr hab einen Sohn, der Eure Armuth und Trübſal theilt,— ich habe keinen, der meine Größe mit mir theilte, und mein Erbe wäre..
„Doch ward Euch eine Tochter geſchenkt, edler Herr,«* verſetzte Oxford,„und Ihr dürft hoffen, daß ſie einſt einem wächtigen Fürſten ſich vermähle, der die Stütze Eures Hauſes ſey.
„Nimmermehr, beim heiligen Georg!« rief der Her⸗ zog kurz abbrechend, mit entſchiednem Tone.„Ich will keinen Eidam, der der Tochter Bett zum Schrittſtein zu des Vaters Krone mache.— Ich habe offener gegen Euch geſprochen, Graf, als ich ſonſt pflege, vielleicht offner, als ich geſollt, aber es gibt Männer, die ich meines Vertrauens werth achte, und Ihr gehört zu ihnen, de Vere.“
Orford verbeugte ſich, und wollte gehen, aber der Herzog rief ihn zurück.
„Noch ein Wort, Graf,“ ſagte er;„die Abtretung der Provence iſt noch nicht genug: René und Marga⸗
retha müſſen auch dem Schwindelkopf, dem Ferrand de Vaudemont entſagen, der durch ſeine Mutter Yolande
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