99 wollten, und noch ſo viele Gefahren ſich ihm entge⸗ genſtellen..
Als der Engländer eintrat, rief ihm der Herzog zu: »„Seyd willkommen, Herr Philipſon, der Ihr von einer Nation ſeyd, bei welcher die Kaufleute Fürſten und Große ſind. Was für neue Waaren bringt Ihr, um unſern Beutel zu fegen? Beim heiligen Georg, Ihr Krämer ſeyd abgefeimte Leute.“
„Ich bringe dießmal keine neue Waaren, Euer Ho⸗ heit,“ war Philipſons Antwort,„ſondern habe bloß die Waaren bei mir, die ich Euch das Letztemal gezeigt, und die ich Euch nun noch einmal vorlege, in der Hoff⸗ nung, daß Euer Hoheit mehr Gefallen daran finden, als damals.“
»Nun gut, Herr— Philipville heißt Ihr, glaube ich, Ihr ſeyd ein ſehr einfältiger Mann oder Ihr hal⸗ tet mich für einen dummen Kunden, wenn Ihr mich durch den Anblick der Waaren, die ich ſchon zurückge⸗ wieſen habe, noch einmal in Verſuchung führen zu kön⸗ nen glaubt. Wechſel und Neues ſind die Seele des Handels. Eure Waaren von Lancaſter ſind einmal an der Zeit geweſen, ich habe davon gekauft wie ein Au⸗ derer, und ſie wohl theuer genug bezahlt, gegenwärtig aber ſind die von York in der Mode.“
„Für den Pöbel wohl,“ entgegnete Oxfort,„aber für Seelen, wie die Eurige, ſind Ehre und Biederkeit Kleinode, deren Werth keinem Wechſel unterliegt.
„Es mag ſeyn, Herr Graf,“ verſetzte der Herzog,
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