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Aeuſſern des Zeltes, denn Karl, der ſich in dieſem Punkte, wie in manchen andern, keineswegs gleich blieb, zeichnete ſich während des Kriegs durch grobe Tracht, nicht ſelten auch durch Gemeinheit des Beneh⸗ mens aus, das mehr einen derben Lanzknecht, als einen Fürſten in ihm hätte erwarten laſſen, während er es zu gleicher Zeit gerne ſah, wenn ſeine Hofleute und Vaſallen in koſtbarer Pracht erſchienen, als wäre es ein Vorrecht des Herrſchers, in Kleidung und Beneh⸗ men ſich keinen Zwang auflegen zu dürfen. Dennoch aber wußte er ſehr gut, wie er ſich zu kleiden und zu benehmen habe, wenn er ſich das Anſehen von Hoheit geben wollte. 3
Auf ſeinem Putztiſch lagen Bürſten und Kämme mit deutlichen Spuren vieljähriger Dienſte, abgetragene Hüte und Wämſer, Ledergurten und Anderes dieſer Art durcheinander; darunter, wie zufällig hingeworfen, der große Diamant, Sanci genannt, die drei Rubinen oder die drei Brüder von Antwerpen, ein anderer ſchö⸗ ner Diamant, die Lanze von Flandern geheißen, und noch mehrere ebenſo koſtbare als ſeltene Steine.
Dieſe ſeltſame Miſchung hatte einige Aehnlichkeit
mit dem Charakter des Herzogs, der Grauſamkeit mit
Gerechtigkeit, Edelmuth mit niedriger Denkart, Spar⸗ amkeit mit Verſchwendung, und Freigebigkeit mit Hab⸗ ſucht verband, und ſich in nichts gleich blieb, als in der Beharrlichkeit, mit der er jeden einmal gefaßten Plan verfolgte, mochten die Umſtände ſeyn, welche ſie


