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„Gut, ſo ſollſt Du nichts von dem koͤſtlichen Weine bekommen, und magſt mit ſaurem Moſt Dich begnuͤgen.“
Nach kurzer Friſt brach die Truppe wieder auf, und es ging nun ſo ſchnell vorwaͤrts, daß ſie lange vor Mit⸗ tag in der ſtark befeſtigten Stadt Kehl auf dem rechten Ufer des Rheins, Straßburg gegenuͤber anlangten. Gluͤcklich ſetzten ſie auf das andere Ufer uͤber, wo Anna, ſey es, weil ſie beſorgte, Arthur moͤchte vergeſſen, daß ſie ſich hier trennen muͤſſen, oder, weil ſie glaubte, im Augenblicke des Scheidens noch einige Worte mit ihm ſprechen zu duͤrfen,— ehe ſie wieder zu Pferde ſtieg, auf Arthur zuging, der nur zu gut wußte, was ſie ihm ſagen wollte.
„Ich muß Euch nun Lebewohl ſagen, Fremdling,⸗ ſprach ſie,„doch zuvor laßt mich fragen, ob Ihr wißt, wo Ihr Euren Vater zu ſuchen habt?“«
„In einer Herberge, genannt zum fliegenden Hirſch,“ antwortete Arthur mit niedergeſchlagenem Tone,„aber ich weiß nicht, in welchem Theile der großen Stadt ſie liegt.«
„Kennt Ihr die Herberge, Schreckenwald 2«
„Ich, Fräulein? nein! ich bin in Straßburg und mit ſeinen Schenken nicht bekannt, und bei den meiſten unſerer Leute wird wohl daſſelbe der Fall ſeyn.“
„Ihr ſprecht doch wenigſtens deutſch,“ fuhr die Ba⸗ ronin trocken fort,„und könnt leichter darnach fragen, als ein Fremder. Darum geht und vergeßt nicht, daß Menſchlichkeit gegen einen Fremden eine heilige Pflicht iſt.“„


