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wurde, und halb beleidigt dadurch, halb froh, daß ſie
Veranlaſſung fand, ihre Gedanken auszuſprechen, hob ſie an:
»„Ihr habt Euch Beide auf meine Koſten unterhal⸗ ten, und nun lacht Ihr uͤber mich, weil ich Euch mit Namen nenne, die Euch die heilige Kirche bei
Eurer Taufe gegeben hat, und Euch mit Du anrede,
deſſen ich mich im Gebet doch ſelbſt gegen die Gott⸗ heit bediene. Aber trotz Eures neu gelernten Firle⸗
fanzes muß ich Euch ſagen, daß Ihr zwei Kinder
ſeyd, die nicht wiſſen, was ſie wollen, und den ein⸗ zigen Augenblick, der Euch vergoͤnnt iſt, Euer Gluͤck zu ſichern, mit Scherzen vergeudet. Zieht nicht die Stirne ſo in Falten, gnaͤdiges Fraͤulein, ich habe den Berg Pilatus oft genng geſehen, um eine finſtere Stirne nicht zu fuͤrchten.“
„Schweig, Annette,“ befahl ihre Gebieterin,„oder verlaß das Zimmer.“
„Meint ich es nicht beſſer mit Euch, als mit mir ſelbſt,« entgegnete die Beharrliche, ohne ſich einſchüch⸗ tern zu laſſen,„ſo ginge ich auf der Stelle nicht nur aus dem Zimmer, ſondern auch aus dem Schloſſe, und ließe Euch hier haushalten mit Eurem liebwer⸗ then Vogt, dem Schreckenwald.“
»Wenn nicht aus Freundſchaft, ſo ſchweige wenig⸗ ſtens aus Scham oder Mitleiden, Annette, oder ver⸗ laſſe das Zimmer.“
„Mein Pfeil iſt abgeſchloſſen, doch habe ich nur auf das hingewieſen, was an dem Abend ſchon, wo der
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