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„Nein, nein, um's Himmels willen nicht,« erwie⸗ derte Anna der Vertrauten,„Du weißt nicht, welche Hinderniſſe ihn von der Erklärung abhalten können, zu der Du ihn veranlaſſen willſt. Höre mich: durch meine frühere Erziehung und die Belehrung meines Oheims bin ich mehr mit den Sitten fremder Völker bekannt gewordeu, als dieß ſonſt auf dem ſtillen, einſamen Geierſtein möglich geweſen wäre. Ich bin überzeugt, daß die beiden Philipſons einem weit höheren Stande angehören, als ſie vorgeben. Der Vater iſt ein Mann von tiefem Scharfblick und hoher Einſicht, und die Geſchenke, die er ausgetheilt hat, überſteigen bei Wei⸗ tem das Vermögen eines gewöhnlichen Kaufmanns.“
„Da habt Ihr Recht, die ſilberne Kette, die er mir gab, iſt zehn Kronen werth, und das Kreuz, das ich von Arthur erhielt, noch weit mehr. In allen Kanto⸗ nen zuſammen findet man ſolche Leute nicht. Aber was iſt's dann? ſie ſind reich, Ihr ſeyd es auch, um ſo beſſer.“
„Ach, Annette! ſie ſind nicht nur reich, ſondern auch von hoher Geburt, denn ich habe oft bemerkt, wie ſo⸗ gar der Vater ſich mit verächtlicher Miene von einem Geſpräche mit Rudolph oder einem Andern, der ihn in Streit zu ziehen ſuchte, los machte, und wenn ſie es dem Sohn zu bunt machten mit ihrem Scherze, ſo flammte ſein Auge, ſeine Wange färbte ſich, und nur ein Blick von ſeinem Vater vermochte ihn, eine unfreundliche Antwort, die ihm auf den Lippen ſaß, zu unterdrücken.“
„Ihr habt ſie in der Nähe beobachten können, und


