A 35 ritter und beutelluſtigen Italiener iſt, die der Fahne des Herzogs von Burgund zueilen.“
„Schweig Mädchen, und laſſe uns darauf denken, was zu thun iſt. Um unſerer und ſeiner ſelbſt Willen muß der unglückliche junge Mann das Schloß ſogleich wieder verlaſſen.“
„Die Botſchaft müßt Ihr ihm ſelbſt überbringen, Anna, ich wollte ſagen, edles Fräulein; einer Dame von hohe Geburt mag es wohl anſtehen, ſolche Botz ſchaft zu ſenden, aber kein Schweizermädchen verſteyt ſich dazu, ſie zu überbringen. Keine Thorheiten mehr! bedenkt, wenn Ihr eine geborne Baronin von Arnheim ſeyd, ſo ſeyd Ihr in den Schweizerbergen erzogen wor⸗ den, Jund müßt Euch daher als eine ehrbare, wohlge⸗ artete Jungfrau benehmen.“
„In welchen Stücken denn wirfſt Du mir Thorheit vor, Fräulein Altklug?“ 8
»„Ach, nun regt ſich Euer edles Blut in den Adern! Beſtunt Euch, edles Fräulein, daß, als ich unſere ſchö⸗ nen Berge verließ und die friſche Luft, die dort weht, um in dieſes Land der Sclaven und Knechte zu ziehen, zwiſchen uns verabredet wurde, ich ſollte mich ſo frei gegen Euch ausſprechen dürfen, wie damals, wo wir noch ein Lagern theilten.“
„So ſprich,“ ſagte Anna ſich abwendend,„aber hüte Dich etwas zu ſagen, das nicht für meine Ohren taugt.“ „Ich will ſagen, was Natur und geſunder Verſtand mir eingeben, und wenn Eure edle Ohren mich nicht
3 8.. 3 3.*


