98 gelaſſen habe; iſt es bei den engliſchen Kaufleuten gewoͤhnlich, den Handel mit ſo wenig Sorgfalt zu betreiben?“:
„Wenn ihr Leben in Gefahr iſt,« gab Philipſon
zuruͤck,„achten ſie manchmal ihres Vermoͤgens nicht.“ „Gut,“ verſetzte der Prieſter, und verſank wieder in einſame Betrachtungen⸗ Endlich gelangten ſie in ein Dorf, und der Geiſt⸗
liche ſagte Philipſon, daß dieß der Ort ſey, wo er
uͤbernachten wolle,„der Novize,“ ſetzte er hinzu,„wird
Euch in die Herberge fuͤhren; ſie ſteht in gutem
Rufe, und Ihr findet dort ſicheres Nachtlager. Ich habe einen Kranken im Dorfe zu beſuchen, der geiſt⸗
lichen Zuſpruchs bedarf, und werde Euch dieſen Abend
oder vielleicht erſt morgen fruͤh wieder ſehen, in je⸗
dem Fall muß ich mich jetzt von Euch verabſchieden.
Bei dieſen Worten hielt er ſein Pferd an. Der Novize geleitete Philipſon in die enge Straße des Dorfes, wo ſchon hin und wieder ein Licht durch die
Fenſter ſchimmerte, und fuͤhrte ihn endlich durch ei⸗
nen gewoͤlbten Thorweg in einen großen Hof, wo
mehrere Reiſewagen beiſammen ſtanden. Hier ſprang er von dem Maulthiere, gab die Zuͤgel deſſelben Phi⸗
lipſon in die Hand, und verſchwand in der Dunkel⸗
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heit, die jenen nur ein großes Gebaͤude in ſchlechtem
Zuſtande erblicken ließ, deſſen Vorderſeite kein Licht erhellte, wiewohl er noch ſehen konnte, daß ſie viele⸗
ſchmale Fenſter hatte⸗.
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