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3 3 Euch aber hoffe ich den Grund der Gefahr zu vernehmen, der ich ſo eben entgangen.« „Zeit und Ort geſtatten keine lange Erörterung,“ erwiederte der Prieſter,„ich will Euch daher blos ſagen, daß der ſchlechte Menſch von vorhin, durch ſeine Heu⸗ chelei, wie durch ſeine Verbrechen bekannt, gerade zu⸗ gegen war, wie Sigmund dem Scharfrichter den koſt⸗ baren Schmuck wieder abnahm. Dieſer Anblick reizte Barthel's Habſucht, und er erbot ſich, Euch nach Stras⸗ burg zu begleiten, in der Abſicht, Euch unterwegs auf⸗ zuhalten, bis er eine hinlängliche Anzahl ſeiner Genoſſen an ſich gezogen hätte, um jeden Widerſtand fruchtlos
zu machen. Und nun, Herr, ehe Ihr Euch andern welt⸗
lichen Gedanken hingebt, tretet in die Kapelle, und laßt uns miteinander in demüthigem Gebet dem Allmächtigen für ſeinen Schutz danken.“ 44—
Nachdem Philipſon ſich dieſer Pflicht entledigt hatte, ſagte er dem Prieſter, daß er nun ſeine Reiſe fortzuſetzen gedenke.
„Weit entfernt,“ ſprach dieſer,„Euch an einem ſo gefährlichen Orte aufhalten zu wollen, werde ich Euch ſelbſt ein Stück weit begleiten, denn auch ich begebe mich zum Herzog von Burgund.“ 7 N
„Ihr, ehrwürdiger Herr?2 rief Philipſon überraſcht.
„Warum ſtaunt Ihr darüber? iſt es denn etwas ſd Ungewöhnliches, daß ein Mann von meinem Stande ſich an den Hof eines Fürſten begibt? Glaubt mir, es ſind deren nur allzu viele.“
»Ich wundere mich nicht wegen des Standes, ſon⸗


