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Ueberfahrt der Reiſenden dürftigen Unterhalt erworben. Als ihm aber zwei Boote nach einander in den reißen⸗ den Wellen des Rheins untergingen, mochten ſich man⸗ che Reiſende ihm nicht mehr anvertrauen und ſein Ge⸗ werbe litt große Noth. Da wandte er als guter Ka⸗ tholik in ſeinem Unglück ſeinen Sinn der Religion zu. Er warf einen Rückblick auf ſein vergangenes Leben, und forſchte, durch welches Verbrechen er das Unglück verdient habe, das den Abend ſeiner Tage verdüſterte. Hauptſächlich lag es ihm ſchwer auf der Seele, daß er einſtmals, wo der Fluß hoch ging, ſich geweigert hatte, einen Diener des Herrn mit dem Mutter Gottes⸗Bilde über den Rhein nach Kirchhof zu führen. Zur Sühne für dieſes Vergehen unterwarf ſich Hans ſtrenger Buße, denn er warf ſich vor, daran gezweifelt zu haben, daß die Jungfrau den Prieſter mit dem Bilde und ihn be⸗ ſchützen könnte, und daß er einen großen Theil ſeiner Habe der Kirche vermachte, beweist die Aufrichtigkeit ſeiner Reue.“
„Während er ſo ein erbauliches Leben führte, fand er eines Tages am Rheinufer ein Mutter Gottes⸗Bild, das der Strom ausgeworfen hatte, und das ihm ganz dem zu gleichen ſchien, das der Sakriſtan von Kirchhof trug, als er ſich weigerte, ihn überzuführen. Er ſtellte es in ſeiner Hütte auf, und betete brünſtig vor dem⸗ ſelben zur heiligen Jungfrau, daß ſie ihm durch ein Zeichen verkündigen möchte, ob er die Ankunft ihres„ Bildes als Beweis anſehen dürfe, daß ſeine Sünden ihm vergeben ſeyen. Sein Gebet ward erhört, im
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