Teil eines Werkes 
159. Bändchen = Neue Folge, 9. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 3. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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84 ich mich von Dir trennen ſoll, aber dieſelbe Pflicht, die uns dem Tode entgegen gehen heißt, gebietet uns auch, dem Zuge unſerer Herzen nicht zu folgen. Wir müſſen uns trennen.

Wenn das iſt,« entgegnete Arthur,ſo geht we⸗ nigſtens Ihr über den Rhein, und laßt mich den Weg verfolgen, den wir zuſammen machen wollten.

Und warum ſollt' ich gerade dieſen Weg nehmen? Weil ich mit meinem Leben dafür birge⸗ daß die

Dame es redlich gemeint hat.

Woher doch dieſes Vertrauen? Soll ich es dayon herleiten, daß die Jugend überhaupt Allem Glauben ſchenkt, was ſchön und lieblich iſt, oder kennſt Du ſie ſchon vorher 2

Es iſt ſchon lange her, daß wir nicht mehr i in Ge⸗ ſellſchaft von Rittern und Damen ſind, iſt es alſo nicht natürlich, daß wir Allem, was uns an die eh⸗ renvollen Bande des Ritterhums und edler Abkunft erinnert, durch unſer Gefühl getrieben, unſer Ver⸗ trauen ſchenken, das wir ſchlechten Menſchen, wie dem Marktſchreier hier, verweigern?

So mag der ſprechen, Arthur, der das Leben nur aus den Liedern und Sagen der Minſtrels kennt, ich aber ſage Dir, und Du wirſt finden, daß ich wahr geredet, daß an dem Tiſche unſeres ſchlichten Wirths, des Landammanns, mehr redliche, treue Herzen uns umgaben, als ein Fürſt an ſeinem ganzen Hofe aufzu⸗ weiſen hätte. Ach! der mannhafte Sinn der Redlich⸗ keit und der Geiſt der Ehre iſt aus den Herzen der