. 83 Vertrauen in ſie zu ſetzen. Wenn unſer Geheimniß hier bekannt iſt, ſo mögen es freilich viele Leute für nothwendig halten, mich nicht zum Herzog von Bur⸗ gund gelangen zu laſſen, und ſich der gewaltſamſten MNitttel dazu bedienen. Du weißt, daß ich gerne mein Leben zum Opfer bringe, um mich des erhaltenen Auf⸗ trags zu entledigen; ich muß Dir daher ſagen, daß ich bisher aus dem ſehr natürlichen Verlangen, Dich bei mir zu behalten, nicht ſehr bemüht war, zum Ziele zu gelangen. Um an den Hof des Herzogs zu kommen, haben wir zwiſchen zwei Wegen zu wählen und beide ſind gefährlich: wir können unſerem Wegweiſer, deſſen Treue verdächtig iſt, folgen, oder auf die andere Seite des Rheins überſetzen und bei Straßburg wieder über den Fluß gehen. Vielleicht iſt Beides gleich gefähr⸗ lich, allein es iſt meine Pflicht, Dich auf das rechte Ufer überſetzen zu laſſen, während ich auf dem linken meine Reiſe fortſetze, weil es ſo eher möglich iſt den Zweck unſerer Reiſe zu erreichen, denn ſtößt dem Ei⸗ nen ein Unfall zu, ſo kann doch wenigſtens der Andere der wichtigen Sendung, mit der wir beauftragt ſind, ſich entledigen.“
»Ach, Vater, wie ſollte ich mich von Euch trennen können, und Euch ſo vielen Gefahren allein entgegen gehen ſehen? Mag uns begegnen, was da will, ſo ha⸗ ben wir doch wenigſtens, wenn wir beiſammen bleiben, den Troſt, das Ungemach mit einander zu tragen.“
»Mein lieber. Sohn, es bricht mir das Herz, daß
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