Teil eines Werkes 
159. Bändchen = Neue Folge, 9. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 3. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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74 burg zuſammengezogen habe, um jeden Verſuch die⸗ ſer beiden Fuͤrſten oder der freien Reichsſtaͤdte, ihn

im Laufe ſeiner Eroberungen aufzuhalten, ſogleich

vereiteln zu koͤnnen. Er verdiente damals den Bei⸗ namen: der Kuͤhne, weil er, von Feinden umgeben, wie ein edles, von den Jägern verfolgtes Wild, durch ſeine feſte, kuͤhne Stellung nicht nur die genannten Fuͤrſten und Staaten, ſondern auch den Koͤnig von Frankreich in Achtung erhielt, der eben ſo maͤchtig als er und ein viel gewandterer Staatsmann war.

Die beiden Reiſenden brachen alſo nach dem Lager des Herzogs auf, und jeder war ſo ſehr in ſchwer⸗ muͤthige Gedanken vextieft, daß ſie ſich weniger mit einander unterhielten, als dieß bei ihren fruͤheren Reiſen der Fall geweſen war. Der Edelſinn Philip⸗ ſons, ſeine Achtung vor dem rechtſchaffenen Landam⸗ mann und Dankkarkeit für die genoſſene Gaſtfreund⸗

ſchaft ließen ihn ſeine Sache nicht von der der Ah⸗

geordneten trennen, bedachte er aber die Art und Wichtigkeit der perſoͤnlichen Angelegeuheit, die er mit dem ſtolzen, reizbaren Herzog abzumachen hatte, ſo konnte er nicht umhin, zu bedauern, daß die Um⸗ ſtaͤnde ihn mit Perſonen zuſammengefuͤhrt hatten, die der Herzog wahrſcheinlich nicht gerne bei ſich ſe⸗ hen wuͤrde. 1

Eben ſo unerfreulicher Art waren die Gedanken, welche Arthur beſchaͤftigten. Er war nun aufs Neue von ihr getrennt, der ſich beinahe gegen ſeinen Wil⸗ len ſeine Gedanken immer zuwandten, und dieſe