61 denn die Schweizer hatten ſie wieder gefunden, und dem rechtmäßigen Eigenthümer zuzuſtellen ſich beeilt, und nur mit Mühe konnte Philipſon, dem Hagenbach ſeine Börſe abnehmen zu laſſen vergeſſen hatte, ihnen Einiges zur Belohnung aufdringen.
Es ſtand nicht lange an, ſo trat Rudolph auf Phi⸗ lipſon zu, und lud ihn ſehr höflich ein, ſich mit ihm zu den Abgeordneten zu verfügen;„die,“ ſagte er, „ſeinen Rath zu hören wünſchen, was bei der uner⸗ warteten Lage, in der ſie ſich befinden, zu thun ſey.“
»„Hab Acht auf unſere Angelegenheiten, Arthur, und gehe nicht von der Stelle,“ ſagte der Alte zu ſeinem Sohne,„vornämlich ſorge dafür, daß wir das verſiegelte Paket wieder erhalten: es iſt von der höchſten Wich⸗ tigkeit, daß es wieder zur Stelle geſchafft werde.“
Mit dieſen Worten folgte er Rudolph, der ihm in vertraulichem Tone zuflüſterte:„ich denke, ein kluger Mann, wie Ihr ſeyd, werde uns nicht rathen, uns jetzt zum Herzog von Burgund zu begeben, wo er über den Verluſt ſeiner Feſtung und die Hinrichtung ſeines Statt⸗ halters in Zorn gerathen muß. Wenigſtens werdet Jur wohl ſo klug ſeyn, uns nicht länger Geſellſchaft zu lei⸗ ſten, weil Ihr Euch nur dadurch der Gefahr ausſetzet, unſern Schiffbruch zu theilen.“
„Ich werde rathen, ſo gut ich's vermag, wenn ich von den nähern Umſtänden unterrichtet bin,“ erwie⸗ derte Philipſon, und Rudolph führte ihn mit einem halblauten Fluche in die Kirche.
Die vier Abgeordneten hatten ſich in einer Lleinen


