57 ſind. Mehrere von den jungen Leuten erklärten, Sig⸗ „mund habe Recht; habe ſich der Greis in Gefahr be⸗ geben, ſo ſey es geſchehen, weil er mehr an den gün⸗ ſtigen Erfolg ihrer Unterhandlungen, als an ſeine eigene Sicherheit gedacht, und ſich ihres Schutzes begeben habe, um ſie nicht in Streitigkeiten zu verwickeln.
„Schweigt,“ ſchrie Rudolph, mit gebietendem Blicke umherſchauend,„und Ihr, Arthur, geht zum Land⸗ ammann, der nicht weit hinter uns iſt: Ihr wiſſet, er iſt unſer Oberhaupt und der aufrichtige Freund Eures Vaters; was er befiehlt, das werden wir be⸗ reitwillig vollziehen.“
Seine Gefährten billigten dieſen Rath, und Arthur ſah ſelbſt die Nothwendigkeit ein, ihn zu befolgen. Im feſten Vertrauen auf die Biederkeit des redlichen Arnold, eilte er daher dieſem entgegen, um ihm ſeine klägliche Geſchichte zu erzäͤhlen und ihn um Hülfe zu bitten.
Von einer Anhöhe aus, die er nach einigen Minuten erreichte, ſay er den Landammann mit ſeinen Genoſſen und den Uebrigen vom Geleite, die ſich jetzt nicht mehr nach verſchiedenen Richtungen zerſtreuten, ſondern in guter Ordnung und auf jeden Angriff gefaßt, einige Schritte hinter den Abgeordneten herzogen. Hinten
gingen die beiden Saumthiere mit dem Gepäck, und
Arthur ſah auch die, auf welchem Anna mit ihrer Zofe die ganze Reiſe über geritten war. Sie trugen auch jetzt, wie gewöhnlich, zwei Frauen und ſo viel er un⸗ terſcheiden konnte, hatte die Vordere ganz Anna's


