13 ſchenken, und man darf auch nicht erwarten, daß ſie es verdienen. In was beſtehen denn die Waaren, die Ihr dem Herzog eigenhändig übergeben wollt?“
„Sie liegen unter Siegel,“ antwortete der Engländer.
„Ohne Zweifel ſind ſie von hohem Werthe?“
„Das kann ich nicht ſagen, der Herzog legt zwar
einen hohen Werth darauf, allein Ihr wißt ja, daß große Herren oft Kleinigbeiten hoch achten.“ „Ihr tragt ſie bei Euch? Sehet Euch wohl vor, wie Ihr mir antwortet; die Werkzeuge, die Ihr hier er⸗ blickt, können Stumme reden machen, und es ſteht in meiner Macht, ſie an Euch zu verſuchen.“
„Wißt, daß ich den Muth habe, Eunre Foltern aus⸗ zuhalten,“ erwiederte Philipſon mit einer unerſchütter⸗ lichen Kaltblütigkeit, die er während des ganzen Ver⸗ hoͤrs gezeigt hatte.
„Bedenkt, daß ich Euern Leib eben ſo durchwühlen kann, wie Eure Ballen und Felleiſen.“
„Ich weiß wohl, daß ich völlig in Eurer Gewalt bin, und damit Ihr gar keinen Vorwand habt, an einem friedſamen Reiſenden Gewaltthat zu üben, will Euch ſagen, daß ich das für den Herzog beſtimmte Paket in einer Taſche meines Oberkleids aüf t meiner Bruſt trage.“
„Reicht es mir.“
„Die Hände ſind mir durch die Ehre und Eure Stricke gebunden.“
„Entreiße es ihm, Kiian. wir wollen nach dem Inhalt ſehen.“


