42 in den Weg gelegt haben, denn ich muß Euch ſagen, geſtrenger Herr, daß der Herzog bereits von meiner Reiſe unterrichtet iſt, und eine ſtrenge Unterſuchung anſtellen laſſen wird, wo und von wem ich aufgehalten
worden bin.“
Der Statthalter ſchwieg wieder einige Zeit und ſann
auf Mittel, ſeine Habſucht zu befriedigen, ohne ſein
Leben zu gefährden; endlich hob er aufs Neue an:
„Ihr erzählt Eure Geſchichte mit ſehr zuverläßigem Tone, Freund, allein der Befehl, keine Schweizer⸗Waa⸗ ren durchzulaſſen, bleibt deſſen ungeachtet; was wollt Ihr machen, wenn ich Euer Gepäck und Maulthier zum Pfande behalte2e
„Ich kann mich Eurer Gewalt nicht widerſetzen, thut, was Ihr wollt, ich begebe mich dann zum Herzog, um ihm von der Sendung, mit der ich beauftragt bin, und meinem Verhalten Bericht zu erſtatten.“
„Und auch von dem meinigen, nicht wahr, das heißt, Ihr wollt mich bei dem Herzog anklagen, daß ich ſeine Befehle zu ſtreng vollzogen?“
„Bei meiner Ehre und meinem Leben, ich werde keine Beſchwerde führen. Laßt mir nur mein baares Geld, ohne das ich wohl nicht an den Hof des Herzogs reiſen könnte, und ich will nicht weiter an meine Waa⸗ ren denken.“
Der Statthalter ſchüttelte den Kopf mit einer Miene, die verrieth, daß er immer noch Aegwohn hege, und entgegnete:
„Menſchen in Eurer Lage kann man kein Vertrauen


