119 nicht von den Grenzen der Schweiz zuruͤckziehe, ſo ſolle er erfahren, daß ſeine Feſtung ihn nicht vor dem Zorn der Buͤrger von Bern und Solothurn ſchuͤ⸗ tzen koͤnne. Arthur unterrichtete ſeinen Vater von dem Ver⸗ langen der Juͤnglinge nach Krieg, und dieſer war
einen Augenblick unſchluͤſſig, ob er nicht lieber trotz
der ihn erwartenden Unannehmlichkeiten und Gefah⸗ ren mit ſeinem Sohn allein reiſen, als ſich der Ge⸗ fahr ausſetzen ſollte, wenn ſie uͤber die Grenzen ge⸗ kommen waͤren, durch dieſe wilden Soͤhne des Ge⸗ birgs in Streitigkeiten verwickelt zu werden, was dem Zweck ſeiner Reiſe geradezu zuwieder geweſen waͤre. Da jedoch Arnold bei ſeiner Familie und auch bei allen ſeinen Landsleuten in Achtung ſtand, ſo glaubte er, ſein Einfluß werde hinreichen, um die aufbrauſende Hitze ſeiner Begleiter zu zuͤgeln, bis die wichtige Frage uͤber Krieg oder Frieden eutſchie⸗ den waͤre, vornehmlich aber, bis ſie bei dem Herzog
von Burgund eine Audienz erhalten und ſich ihres
Auftrags entledigt haͤtten. War dieß geſchehen, ſo konnte er ſich von ihnen trennen und dann nicht mehr als fuͤr ihre weiteren Schritte verantwortlich angeſe⸗ hen werden.:
So verfloſſen ungefaͤhr zehn Tage, worauf ſich die Abgeordneten endlich auf dem Geierſtein verſammel⸗ ten, von wo aus ſie zuſammen abreiſen wollten. Es waren, außer Rudolyh und dem Landammann, noch drei Andere. Der Eine von ihnen war, wie Arnold,


