118 Schritt werde Karl uͤber die ſtrafbare Ungerechtigkeit
ſeines Statthalters die Augen oͤffnen; Andere, die keine ſo friedlichen Abſichten hatten, wollten durch
dieſe kraͤftige Vorſtellung den Krieg herbeifuͤhren. Arnold war entſchieden fuͤr den Frieden, ſo weit ſich dieſer mit der Unabhaͤngigkeit ſeines Landes und der Ehre des Bundes vertrug; Arthur entdeckte aber bald, daß der Landammann von der ganzen Familie der Einzige war, der dieſe gemaͤßigten Anſichten heg⸗ te. Seine Soͤhne waren durch die hinreißende Be⸗ redtſamkeit und den unwiederſtehlichen Einfluß Ru⸗ dolphs gewommen worden, der durch mehrfache Be⸗ weiſe perſoͤnlicher Tapferkeit und durch die Achtung, die man den von ſeinen Ahnen geleiſteten Dienſten zollte, bei dem Rathe des Cantons ein Anſehen er⸗ langt hatte, in welchem ſonſt Maͤnner ſeines Alters hier nicht ſtanden. Arthur, den die jungen Leute gerne als Gefaͤhrten auf der Jagd und bei ihren an⸗ deren Vergnuͤgungen um ſich ſahen, hoͤrte von nichts Anderem, als von der Ausſicht auf Krieg und der Hoffnung ſprechen, reiche Beute und neue Lorbeern zu ſammeln. Die Thaten ihrer Voreltern im Kampfe gegen die Deutſchen hatten die wunderbaren Siege der Fabel verwirklicht, und weil das neue Geſchlecht eben ſo kraͤftig und tapfer war, ſo hoffte es eben ſo gluͤcklich zu ſeyn. Den Statthalter in La Ferette
hießen ſie den Kettenhund des Herzogs von Burgund
und erklaͤrten offen, wenn ſein Herr ſeinen Bedruͤ⸗ ckungen nicht ſogleich Einhalt thue, und er ſelbſt ſich


