zogs von Burgund und die Beihuͤlfe einer großen
114 Eidgenoſſen und ſeinem furchtbaren Feinde, Karl dem Kuͤhnen, herbeizufuͤhren.
Auf der andern Seite ſchien es mancherlei Gruͤnde wegen nicht im Vortheil der Schweiz, ſich mit einem der reichſten, maͤchtigſten und beharrlichſten Fuͤrſten Europa's in Krieg einzulaſſen. Taͤglich hoͤrte man die Nachricht ſich beſtaͤtigen, daß Eduard IV., Koͤnig von England, ein enges Schutz⸗ und Trutzbuͤndniß mit dem Herzog von Burgund geſchloſſen habe, und ſeine Anſpruͤche an die Provinzen Farankreichs, die ſeine Ahnen ſo lange beſeſſen hatten, geltend zu ma⸗ chen geſonnen ſey. Man wußte allgemein, daß ganz England den Verluſt dieſer Provinzen als einen Fle⸗ cken der Nationalehre betrachtete, und daß nicht nur der Adel, der ſeine bedeutende Beſitzungen in der Normandie, Gascognien, Maine und Anjou verloren hatte, ſondern uͤberhaupt alle, die das Waffenhand⸗ werk trieben, und gewohnt waren, ſich guf Koſten Frankreichs zu bereichern, und Lorbeern zu ſammeln, ſehnlich verlangten, in's Feld zu ziehen.
Die neueſten, zuverlaͤßigſten Nachrichten lauteten dahin, daß der Koͤnig von England im Begriff ſtehe, mit einem zahlreicheren, beſſer eingeuͤbten Heere, als die bisherigen geweſen waren, in Perſon in Frank⸗ reich einzufallen, was um ſo leichter war, weil er Calais inne hatte; daß alle Anſtalten dazu getroffen ſeyen, daß man Eduards Ankunft mit jedem Augen⸗ blick erwarte, und die kraͤftige Mitwirkung des Her⸗


