108 ehrerbietig,„Euch, dem Arnold Biedermann, auf deſſen Befehl die Bewohner dieſer Berge das Schwert ziehen oder in die Scheide ſtecken.“ Mit dieſen Wor⸗ ten uͤberreichte er ſein Schwert dem Landammann. „Auf mein Wort,“ fuhr dieſer fort,„es iſt das naͤmliche, mit dem Euer Vater ſo glorreich kaͤmpfte bei Sempach, an der Seite des tapfern Winkelried, s iſt eine Schande, daß Ihr es gegen einen Fremden gezogen habt, der bei uns Gaſtrecht genießt; und Ihr, junger Mann,“ fuhr er gegen Arthur gewendet fort, allein Philipſon unterbrach ihn mit den Worten: „Mein Sohn, reiche dem Landammann Dein Schwert.* „Das iſt nicht noͤthig,« antwortete Arthur,„denn ich betrachte unſere Streitſache als beendigt. Der tapfere junge Mann da hat mich, glaube ich, hieher berufen, um meinen Muth zu pruͤfen; ich laſſe ſeiner Tapferkeit und Gewandtheit volle Gerechtigkeit wie⸗ derfahren, und ſchmeichle mir, daß er nichts zu ſagen hat, was mich erroͤthen machen koͤnnte, der Kampf hat, denke ich, lange genug gedauert.«⸗ „Fuͤr mich nur zu lange,“« ſagte Rudolph mit treu⸗ berzigem Tone,„der gruͤne Aermel meines Kleids,
deſſen Farbe ich aus Vorliebe zu den Waldkantonen
gewaͤhlt habe, iſt ſo roth geworden, als haͤtte ihn ein flandriſcher Faͤrber unter den Haͤnden gehabt, doch ich verzeihe von ganzem Herzen dem Fremden, der dieſe Veraͤnderung bewirkte, er hat mir eine Lehre gegeben, die ich nicht ſo bald vergeſſen werde. Haͤt⸗ ten die Englaͤnder alle Eurem Gaſt geglichen⸗ Herr


