26 gelangen, und finde ich den Weg nicht, ſo kann ich wenigſteus denen, die in der Nähe des Geierſteins woh⸗ nen, ein Zeichen geben und von ihnen einen Führer be⸗ kommen.“ 4
„Ich kann meine Zuſtimmung nicht dazu geben, daß du dich einer ſolchen Gefahr ausſetzeſt,“ entgegnete ſein Vater,„der Burſche hier ſoll es verſuchen, wenn er kann und will, er iſt im Gebirge geboren, und ich werde ihn reich dafür belohnen.“
Allein Antonio ſträubte ſich hartnäckig gegen dieſen Vorſchlag.„Wohl bin ich im Gebirge geboren,“ war ſeine Antwort,„aber ich bin kein Gemſenjäger, auch habe ich keine Flügel, die mich von Fels zu Fels trü⸗ gen, wie einen Vogel, und das Leben gilt mehr, als alles Gold der Welt.“ 3
„Gott verhüte,“ ſagte Philipſon,„daß ich Euch ver⸗
leiten wollte, das Eine dem Andern gleich zu achten. Gehe alſo du, mein Sohn, ich folge dir.“ „Bleibet hier, mein Vater„ rief Arthur,„es iſt genug, daß einer von uns das Leben wagt, und nach den Regeln der Klugheit, wie nach der Natur muß das meinige, als das minder koſtbare, zuerſt in die Schanze geſchlagen werden.“
„Nein, mein Sohn,“ erwiederte jener in entſchloſ⸗ ſenem Tone,„manchen Verluſt habe ich ertragen, den deinigen zu überleben, vermöchte ich nicht.“
„Ohne Furcht beginne ich den Verſuch, wenn Ihr mir erlaubt, allein zu gehen, aber mir ſinkt der Muth, das Wagniß zu beſtehen, wenn Ihr darauf beharrt, es


