12⁵ „SIch ſollte mich ſchämen, Eatharine, daß ich ſage, daß der Gedanke an den Kampf mich krank macht. Das letzte Feld dort hatte Gemetzel genng, um einen Tieger zu befriedigen. Ich bin daher entſchloſſen, mein großes Schlachtſchwert aufzuhängen, und es nie wieder, als gegen die Feinde Schottlands zu zieheu.“
„Und wenn es Schottland verlangt,“ ſagte Catharine, „ſo ſchnalle ich Dir's ſelber um.“ 4
„Und, Eatharine,“ fiel der erfreute Glover ein, wir
wollen reichlich Seelenmeſſen für die zahlen, welche von Heinrichs Schwert gefallen ſind, und das wird nicht blos Geſpenſterlärm verhüten, ſondern uns auch mit der Kirche befreunden.“ „Hiezu,“ ſagte Catharine,„können wir die Schätze des elenden Dwining brauchen. Er vermachte ſie mir, aber ich denke, Ihr wollt ſein ſchlechtes Blutgeld nicht mit Eurem ehrlichen Gewinn miſchen!*.
„Eben ſo lieb wollte ich die Peſt in mein Haus bringen,“ war des Handſchuhmachers Antwort.
Das Geld des ſchlechten Apothekers wurde unter die vier Kloͤſter vertheilt, und von da an war kein Hauch eines Zweifels an Glovers und ſeiner Tochter Rechtglaͤubigkeit mehr.
Heinrich und Catharine wurden vier Monate nach der Schlacht auf dem North Inch getraut, und nie feierten die Zuͤnfte der Handſchuhmacher und Schmiede ſo luſtig ihren Schwerttanz, als bei der Hochzeit des tapferſten Buͤrgers, und des ſchoͤnſten Maͤdchens von Perth. Zehn Monde ſpaͤter fuͤllte ein ſchoͤnes Kind die wohldereitete Wiege, und wurde von Louiſen nach der Weiſe:
Wie treu und kuͤhn Die blaue Muͤtze ſchoͤn⸗ 1
gewiegt.
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