Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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94 rold, Heinrich von Wund, bereit, mit dem Clan Quhele zu kaͤmpfen.“

Ein Ruf der Verwunderung lief durch die Menge, waͤhrend die ernſten Buͤrger, die nicht den geringſten Grund fuͤr Heinrichs Benehmen zu finden wußten, ſchloſſen, er muſſe g ganz von Kampfluſt verruͤckt ſeyn. Beſonders der Oberrichter war unwillig.

„Du biſt toll,« ſagte er,„Heinrich! Du haſt we⸗ der ein zweihaͤndiges Schwert, noch ein Panzerhemd.“

„„Wahrlich nein,« war die Antwort,„denn ich gab meinen Panzerrock, den ich fuͤr mich machte, jenem luſtigen Haͤuptling des Clan Quhele, der bald finden wird, mit welchen Hieben ich an meinem eigenen Halsringe raſte! Was das Schwert betrifft, ſo wird dieſe Knabenfuchtel gut genug ſeyn, bis ich ein ſchwe⸗ reres erwiſche.«⸗ 3

„Das darf nicht ſeyn,« fiel Errol ein.„Hoͤre,

Waffenſchmied, bei St. Maria, Du ſollſt meinen mallaͤndiſchen Harniſch und mein gutes ſpaniſches Schwert haben.«

„Ich danke Eurer graͤflichen Herrlichkeit, Sir Gll⸗ bert Hay; aber der Pruͤgel, mit dem Euer tapferer Ahn die Schlacht von Loncarty gewonnen hat, wuͤrde mir hinreichend ſeyn. Ich bin wenig an Schwert oder Harniſch gewohnt, die ich nicht gemacht habe, wefil ich nicht weiß, welche Hiebe der eine aushaͤlt, ohne zu brechen, oder das andere gibt, ohne abzuſpringen.

Der Laͤrm hatte ſich indeſſen durch die Menge ver⸗ breitet und war bis in die Stadt gedrungen, der un⸗ erſchrockene Schmied werde ohne Ruͤſtung ſechten, als, gerade da die entſcheidende Stunde herankam, die gellende Stimme eines Weibes gehoͤrt wurde, das um Platz bei der Menge bat. Das Volk wich endlich ihrer Zudringlichkeit, und ſie trat, athemlos vor Eile, unter der Laſt eines Harniſches und großen zweihaͤn⸗ digen Schwertes heran. Man erkannte bald Olivier