aber Eatharine ging, ohne es zu bemerken und zu ant⸗ worten, vorüber, und erreichte ohne weitere Unterbre⸗ den kleinen Garten.
Louiſe zeigte ihr einen Trümmerhaufen, der mit Ge⸗ ſtrippe bedeckt, der Schloßmauer nahe lag. Es war ohne Zweifel ein ehemaliger Vorſprung des Gebäudes, und die kleine Oeffnung des Gebäudes, die in den Ker⸗ ker ging, hatte ſich in demſelben geendet. Aber die Spalte wurde nach und nach größer, und ließ einen ſchwachen Lichtſtrahl hinein, der aber von denen nicht bemerkt werden konnte, die das Gewölbe mit Fackeln beſuchten.„Hier iſt Todesſtille,“ ſagte Catharine, nach⸗ dem ſie eine Weile aufmerkſam gelanſcht hatte.— „Himmel und Erde; er iſt todt.“
„Wir müſſen etwas wagen,“ flüſterte die Gefährtin „und ließ die Finger über die Sauten der Guitarre laufen.
Ein Seufzer war die einzige Antwort aus der Tiefe des Kerkers. Catharine wagte zu ſprechen:„Ich bin hier, Mylord!— ich bin hier mit Speiſe und Trank.“
„Ha! Ramorny— der Spaß kommt zu ſpät— ich ſterbe,“ ſagte der Herzog.
„Sein Kopf iſt verwirrt und kein Wunder,⸗ dachte Catharine,„aber ſo lang er Leben hat, iſt Hoffnung vorhanden.“—
„Ich bins, Mylord, Catharine Glover— ich habe Speiſe, wenn ich ſte nur ſicher zu Euch bringen könnte.* „Gott ſegne Dich! ich glaubte, der Schmerz ſey vor⸗


