Teil eines Werkes 
156. Bändchen = Neue Folge, 6. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 6. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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„O Mylord!“ rief Catharine mit der Begeiſterung aus, die ihr eigen war—„ich will ſagen, mein theurer Lord— denn theuer muß der Erbe von Bruce jedem Kinde Schottlands ſeyn— laßt mich doch nicht ſolche Worte von Euch hören! Euer glorreicher Ahn trug Verbannung, Verfolgung, die Nacht des Hungers und den Tag des ungleichen Kampfs, um ſein Vaterland zu befreien— übt die nämliche Selbſtverläugnung, um Euch frei zu machen. Entreißt Euch denen, die ihren Weg zur Größe durch Nährung Eurer Laſter gebahnt finden. Mißtraut dem finſtern Ramorny!— Ihr kennt ihn nicht, das weiß ich!— Ihr könnt ihn nicht ken⸗ nen; aber der Elende, der die Tochter auf die Bahn der Schande drängen will, indem er das Leben des alten Vaters bedroht, iſt alles Schlechten fähig— alles fähig, was Verrath heißt!“

„Das that Ramorny?“ fragte der Prinz.

„Er that es, Mylord, und kann es nicht läugnen.“

„Es ſoll unterſucht werden,“ antwortete der Herzog von Rothſay„ich habe aufgehört, ihn zu lieben; aber er hat viel um meinetwillen gelitten, und ich muß Sorge tragen, daß ſeine Dienſte ehrenvoll belohnt werden.“

„Seine Dienſte? O Mylord, wenn die Geſchichte Wahrheit ſagt, ſo zerſtörten ſolche Dienſte Troja, und gaben Spanien in die Hände der Ungläubigen.“

„Still, Mädchen; halte dich zurück, ich bitte dich,“ ſagte der Prinz aufſtehend,„unſer Geſpräch endet hier.“

„Noch ein Wort, Mylord Herzog von Rothſay,“ ſagte Catharine begeiſtert, und ihr Geſicht glich dem