„Mit dieſem einzigen Wink laßt mich gegen ihn ar⸗ beiten. Ich will ihm einen Brief ſenden, daß er für dieſen Monat ſich zu einer Reiſe in die Hölle ſo bereit hielte, als zu einer nach Falkland.— Könnt ihr mir den Namen des Beichtvaters der Herzogin ſagen?2
„Waltheof, ein Kapuziner. 5
„Gut, nun gehe ich.“
„In wenigen Minuten, denn er war ein Schreiber von ſeltener Behendigkeit, brachte Dwining einen Brief zu Stande, den er Ramorny einhändigte.
„Das iſt vortrefflich und hätte dein Glück bei Roth⸗ ſay gemacht— ich glaube, ich wäre zu eiferſüchtig ge⸗ weſen, um dich in ſeine Dienſte zu bringen, außer jetzt, da ſeine Tage geſchloſſen ſind.“
„Lest ihn laut,“ ſagte Dwining,„daß wir ſehen, ob er gut weghüpft.“ Ramorny las wie folgt:
„Auf Befehl unſrer hohen und mächtigen Fürſtin Macjory, Herzogin von Rothſay und ſo weiter, thun wir, Waltheof, unwürdiger Bruder des Ordens vom heiligen Franz, dir, Sir Patrick Charteris, Ritter von Kinfauns, zu wiſſen, daß Ihre Hoheit ſich ſehr über die Kühnheit wundert, mit der Ihr ein Mädchen zu Ihr geſchickt habt, über deren Ruf ſie nur ſchlimm ur⸗ theilen kann, daß ſie ohne Noth länger als eine Woche ohne weiblichen Umgang, als mit Bedienten auf einem Schloß gewohnt hat, von welchem unſchicklichen Be⸗ tragen das Gerücht durch Fife, Angus und Perthſhire gegangen iſt. Nichtsdeſtoweniger hat Ihre Hoheit in Betracht der neiſthlihen Schwachheit die Buhlerin


