18 „Nein, Niemand als die Sängerin und einige Haus⸗ mägde, die wir nicht entbehren können. Beilänfig, ſie fragte ängſtlich nach der Dame, in deren Dienſt Eure Hoheit ſie zu bringen verſprach.— Soll ich ſie ent⸗ laſſen, um ſelbſt nach Belieben für ſich zu jagen?“
„Keineswegs, ſie ſoll mir Catharine erheitern.— Und höre, wäre es nicht gut, das zümperliche Jüngfer⸗ chen mit einiger Mummerei zu empfangen?“
„Wie meint Ihr das, Mylord?2“
„Du biſt dumm, Menſch.— Wir wollen ſie nicht täuſchen, da ſie die Herzogin von Rothſay zu finden er⸗ wartet— ich will Herzog und Herzogin in einer Per⸗ fon ſeyn.“ 3
„Ich begreife immer noch nicht.“
„Niemand ſo dumm als ein Witzkopf,“ ſagte der Prinz, wenn er nicht gleich die Spur weg hat. Meine Herzogin, wie man ſie nennt, war in eben ſo großer Eile, von Falkkand wegzulaufen, als ich, dahin zu kom⸗ men. Beide haben wir unſer Gepäck zurückgelaſſen. Es iſt weibliches Lumpenwerk genug in der Garderobe, die an mein Schlafgemach ſtößt, um ein ganzes Carne⸗ val zu verſehen. Sieh, ich will die Lady Macjory ſpie⸗ len, mit einem Frauenſchleier und Weidenkranz auf dieſem Ruhbett liegend, um mich als Verlaßne zu be⸗ zeichnen; du wirſt für ihre Ehrendame aus Galloway, die Gräfin Hermigild, ſtarr und ſteif genug ausſehen und Dwinning ſoll die alte Hecate, ihre Amme, vor⸗ ſtellen— nur hat dieſe einen größern Bart auf der Oberlippe, als Dwining im ganzen Geſicht und von


