Neunundzwanziſtes Kapitel. (Fortſetzung des im fuͤnften Tbeil abgebr. Kapitels.)
Der Graf trat, des Prinzen Ruf zufolge, ein
„Ich muß Euch beläſtigen, Mylord,“ ſagte Rothſay mit der würdevollen Artigkeit, die er ſo gut anzuneh⸗ men wußte, um Euch für Eure Gaſtfreundſchaft und gute Geſellſchaft zu danken. Ich kann ſie nicht länger genießen, da wichtige Geſchäfte mich nach Falkland rufen.“
„Mylord,“ erwiederte der Lord Großconnetable,„Euer Guaden erinnert ſich doch, daß Ihr unter meiner Ob⸗ hut ſteht?“.
„Wie?— Obhut!— Bin ich ein Gefangener, ſo redet offen— wo nicht, ſo nehme ich mir die Freiheit, abzureiſen.“ 3
„Ich wünſchte, Mylord, Eure Hoheit bäte Seine Majeſtät um Erlaubniß zu dieſer Reiſe. Es wird dem König ſehr mißfallen.“
„Meint Ihr Mißfallen gegen Euch, Mylord, oder gegen mich 2,—
„Ich habe bereits geſagt, daß Eure Hoheit unter meiner Obhut ſteht; aber wollt Ihr Euch davon be⸗ freien, ſo hab' ich keinen Befehl— Gott behüte mich — Euren Neigungen Zwang anzuthun. Ich kann Eure Hoheit nur um Enretwillen bitten,“—


