127 4 Rathgeber,„wolltet Ihr Euch der Hand des Arztes Dwining bedienen— er ſchreibt wie ein Gelehrter.“
„Fer⸗ er einen Wink von den Umſtaͤnden? Weiß er ſie?«
„Genau,“ ſagte Ramorny, und rief, an's Feuſter tretend, Dwining aus dem Boot.
Er trat kriechend, als traͤte er auf Eier, mit nie⸗ dergeſchlagenen Augen und einer Geſtalt vor den Prinzen von Schottland, die vor Ehrfurcht zuſammen⸗ geſchrumpft ſchien. 3
„Hier, Burſche, iſt Schreibzeug. Ich will dich ver⸗ ſuchen— du weißt den Fall— ſtelle mein Benehmen bei meinem Vater in gutes Licht.“
Owining ſetzte ſich und ſchrieb in wenigen Minuten einen Brief, den er Ramorny einhaͤndigte.
„Hat dir der Teufel geholfen, Dwining?“— fragte der Ritter.„Hoͤrt, Mylord.— Verehrter Vater und Fuͤrſt,— wichtige Gruͤnde noͤthigen mich, von Eurem Hofe abzureiſen und mich zu Falkland aufzuhalten, dem Sitz meines theuerſten Oheims von Albanp, mit dem, wie ich weiß, Eure Majeſtaͤt mich gern in gu⸗ tem Vernehmen ſieht, und dem Wohnort einer Dame, der ich zu lang entfremdet war, und der ich von nun tn das Verſprechen der treueſten Liebe zu geben mich
eeile.«
Der Herzog von Rothſay und Ramorny lachten laut; und der Arzt, der ſein eigenes Machwerk an⸗ gehoͤrt hatte, als waͤre es ein Todesurtheil, erhob, durch ihren Beifall ermuthigt, die Augen, ſtieß leiſe fein gluchzendes Hihi! aus, und war wieder ſtill und ernſt, als fuͤrchtete er, die Schranken tiefer Ehr⸗ furcht uͤberſchritten zu haben. 4
„Vortrefflich,“ ſagte der Prinz—„vortrefflich! der alte Mann wird das alles auf die ſogenannte Herzogin von Rothſay deuten.— Dwining, du ſollteſt a secretis Seiner Heiligkeit, des Papſtes ſeyn, der wie man ſagt,


