Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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ſeiner Tochter ablenkte;und ich muß bekennen, daß mein Gefuͤhl von dem hohen froͤhlichen Vertrauen, oder gar der Freude, mit der ich andere in's Treffen gehen ſah, weit entfernt war. Mein Leben und mein Handwerk waren friedlich, und ob mir gleich nicht der Muth eines Mannes fehlt, wenn die Zeit ihn for⸗ dert, ſo habe ich doch ſelten ſchlechter geſchlafen, als die Nacht vor jenem Angriff. Meine Gedanken wur⸗ den durch die Geſchichten gequaͤlt, die man uns von den ſaͤchſiſchen Bogenſchuͤtzen ſagte, und die nicht weit von der Wahrheit waͤren, wie ſie ellenlange Pfeile abſchießen, und ein Drittheil laͤngere Boͤgen gebrauchen, als die unſrigen ſind. Als ich in einen unterbrochenen Schlaf fiel, und mich nur ein Stroh⸗ halm meiner Matratze in die Seite ſtach, wachte ich erſchreckt auf, indem ich glaubte, ein engliſcher Pfeil fahre mir in den Leib. Am Morgen, da ich aus Muͤdigkeit zu einiger Ruhe zu kommen anfing, weckte mich der Klang der Stadtglocke, die uns Buͤrger auf die Mauern rief; nie vorher oder nachher hatte ich ſie ſo wie eine Todtenglocke klingen hoͤren

Fahrt fort was geſchah ſonſt? fragte Eachin.

Ich legte meinen Harniſch an, wie er war em⸗ pfing den Segen meiner Mutter, einer hochherzigen rau, die von meines Vaters Thaten der ſchoͤnen

tadt zu Ehren ſprach. Dieß ermuthigte mich, und ich wurde noch kuͤhner, als ich mich unter die uͤb⸗ rigen Handwerksleute, lauter Bogenſchuͤtzen, denn du weißt, die Buͤrger von Perth verſtehen das Bo⸗ enſchießen, eingereiht ſah. Wir wurden auf die

auern vertheilt, indem mehrere Ritter und Knap⸗ bie in guten Ruͤſtungen unter uns geſtellt waren, ie mit keckem Geſicht, vielleicht auf ihren Harniſch ſich verlaſſend, zu unſerer Aufmunterung uns ſagten,

daß ſie jeden, der ſeinen Poſten verlaſſe, mit Schwer⸗

tern und Aeyten niederhauen wuͤrden. Dies verſichert