Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
Einzelbild herunterladen

45 die, wenn ich mich gleich in meinem Hauſe wenig darum bekümmere, in einer hochländiſchen Schlucht, wo ich keinen Freund und viele Conachar habe, mich Folgen fürchten ließe.“

Der ritterliche Oberrichter antwortete durch ein ſtar⸗ kes Pfeifen.—„Whew! whew!*— Nun, in dieſem Fall rathe ich dir, ſie in das Nonnenkloſter zu Elcho zu ſchicken, wo die Aebtiſſin, wenn ich nicht irre, verwandt mit Euch iſt. In der That, ſie ſagte es ſelbſt, und fügte hinzu, daß ſie ihre Baſe liebe, nebſt Allem, was zu dir gehört, Simon.“

„Wirklich, Mylord, ich glaube, daß die Aebtiſſin ſo viele Rückſicht für mich hätte, daß ſie gern meine Tochter in Verwahrung nähme, und all mein Hab und

Gut in ihre Schweſterſchaft aufnähme. Ja, ihre Liebe

iſt etwas feſthaltender Art, und würde das Anver⸗ traute nicht gerne fabren laſſen, weder das Mädchen

noch ihre Ausſteuer.“

„Whew! whew!“ pfiff der Ritter wieder.„Bei dem Thane's⸗Kreuz, Mann, der Knäul iſt ſchwer zu winden. Doch ſoll man nicht ſagen, daß das ſchönſte Mädchen der ſchönen Stadt wie eine Henne in den Hühnerkorb geſperrt wurde, und zwar wenn ſie im Begriff iſt, den kräftigen Bürger Heinrich Wynd zu heirathen. Das ſoll man nicht ſagen, ſo lang ich Degen und Sporen

trage, und Oberrichter von Perth heiße.“

*) Dey ganz eigenthuͤmliche pfeifende Ton des Eng⸗ laͤnders:„whs.“ 8 1 Anm. d. Ueb.