28 Geſetze ſey,— wurde der Handſchuhmacher nicht un⸗ gewoͤhnlich zornig.
„Ich kann deine Gedanken nicht leſen, Maͤdchen; bilde mir auch nicht ein, zu errathen, aus welch ver⸗ fluchter Taͤuſchung es kommt, daß du einen erklaͤrten Liebhaber kuͤßſt, und dich von ihm kuͤſſen laͤßſt,— daß du in ſein Haus laͤufſt, wenn das Geruͤcht, von ſeinem Tode ſpricht, und dich in ſeine Arme wirfſt, wenn du ihn allein findeſt.— Alles dies ſteht einem Maͤdchen ſehr wohl an, die bereit iſt, den ihrigen in einer von ihrem Vater gebilligten Parthie zu gehor⸗ chen; aber ſolche Zeichen der Vertraulichkeit, einem Manne geſchenkt, den ein junges Maͤdchen nicht ach⸗ ten kann, und entſchloſſen iſt, nicht zu heirathen, ſind unſchicklich und unweiblich. Dyu biſt bereits mit deinen Gunſtbezeugungen gegen Heinrich Smith ver⸗ ſchwenderiſcher geweſen als deine Mutter, Gott ſegne ſie, gegen mich war, ehe ich ſie heirathete. Ich ſage dir, Catharine, dieſes Spiel mit der Liebe eines ehr⸗ lichen Mannes iſt etwas, das ich weder dulden kann, noch will, noch darf. Ich habe meine Zuſtimmung zu der Heirath gegeben, und ich beſtehe darauf, daß ſie ſogleich ſtatt finde, und daß du morgen Heinrich Wynd als einen Mann empfaͤngſt, deſſen Braut du in Kurzem werden ſollſt.“ 1
»Eine Macht, die ſtaͤrker iſt, als die Eurige, Vater, wird nein ſagen,“ entgegnete Catharine.
„Ich will es darauf wagen: meine Macht iſt eine


