Teil eines Werkes 
155. Bändchen = Neue Folge, 5. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 5. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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des Ritters von Kinfauns und andrer Perthiſcher Familien in den Stellen, bei denen ſich ein lauter Beifallruf erhob, indeß man ſich maͤchtig zutrank auf das Gedaͤchtniß der Helden, die dem Kaͤmpfer von Schottland zur Seite geſtanden waren. Heinrich Wynds Geſundheit wurde mit wiederholtem Jubel ausgebracht und der Oberrichter verkuͤndete oͤffentlich, die Obrigkeit wuͤrde daruͤber berathen, wie ſie ihm am beſten ein ausgezeichnetes Vorrecht oder ehrenvollen Lohn geben koͤnnen, um zu zeigen, wie hoch ſeine Mitbuͤrger ſeine muthvollen Thaten ſchaͤtzten.

Nein, nehmt es nicht ſo, mit Erlaubniß Eurer Eh⸗ ren. ſagte der Waffenſchmied mit gewöhnlicher Herz⸗ lichkeit,ſonſt könnte man ſagen, die Tapferkeit müſſe ſelten ſeyn in Perth, wenn man einen Mann belohne, der ſich für das Recht einer armen Wittwe ſchlug. Es ſind gewiß viele Dutzend wackere Bürger in Perth, die das Tagewerk ſo gut oder beſſer, als ich, gethan hätten. Denn, wahrlich, ich hätte jenen Helm zerſchmettern ſollen, wie einen irdenen Topf und es wäre auch ge⸗ wiß geſchehen, wäre es nicht einer geweſen, den ich ſelbſt für Sir John Ramorny härtete. Aber wenn der Stadt mein Dienſt irgend eines Lohns werth iſt, ſo halte ich ihn für weit mehr, als abgetragen, durch jede Hülfe, die aus dem Gemeingut zum Unterhalt der Wittwe Magdalene und ihrer armen Waiſen gegeben

wird.

Das kann geſchehen, ſagte Sir Patrik,und doch wird die ſchöne Stadt noch reich genug bleiben, ihre