6 dich auch morgen etwas geaͤrgert empfaͤngt, dies in Thraͤnen und Laͤcheln wegſchmelzen ſoll, wie ein April⸗ morgen, der mit mildem Regen anfaͤngt, Alſo fort jetzt, mein Sohn und morgen halte dich gut nach der Fruͤhmeſſe.“
Der Waffenſchmied ſah ſich wiewohl ungern, genoͤ⸗ thigt, den Gruͤnden ſeines kuͤnftigen Schwiegervaters nachzugeben und einmal entſchloſſen, die ihm von den Vaͤtern der Stadt dargebotene Ehre anzunehmen, machte er ſich aus dem Haufen los und eilte nach Hauſe, um ſeine beſte Kleidung anzulegen und begab ſich in derſelben ſogleich aufs Rathhaus, wo die ſchwere eichene Tafel unter den gewaltigen Schuͤſſeln auser⸗ leſenen Salms aus dem Tay und vortrefflichen See⸗ fiſche aus Dundee ſich zu beugen ſchien, Leckerbiſſen, welche die Faſtenzeit erlaubte und wobei es weder an Wein, noch Bier, noch an Meth fehlte, um ſie hinun⸗ terzuſpuͤlen, Die Waits oder Muſikan ten der Stadt ſpielten waͤhrend des Mahls und waͤhrend der Pau⸗ ſen ihrer Muſik erzaͤhlte einer von ihnen mit großem Nachdruck die lange, poetiſche Geſchichte von der Schlacht Blackearnſide, geſchlagen von Sir William Wallace und ſeinem furchtbaren Feldherrn und Freund Tho⸗ mas von Longueville gegen den engliſchen General Seward, eine allen Gaͤſten ganz bekannte Begebenheit, der ſie aber doch, nachſichtiger, als ihre Enkel zuhoͤr⸗ ten, wie wenn ſie allen Reiz der Neuheit gehabt haͤtte. Es lag ohne Zweifel ein enh iment fuͤr die Ahnen
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