Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Ich ſie geſehen, Simon Glover! Dwining ſagt, ich habe ſie geſehen?

Nicht ausdrücklich, aber er behauptet, Ihr habt⸗ ihm erzählt, wie Ihr Smith in dieſer Geſellſchaft be⸗ gegnet ſeyd.

Er lügt, ich will ihn in einem Mörſer zerſtoßen.

Wie, Ihr haͤbt ihm nie von dieſem Abentheuer ge⸗ ſagt?

Und wann ich's hätte, hat er nicht geſchworen, kei⸗

nem Sterblichen zu ſagen, was ich ihm mittheilte? Wenn er alſo Euch die Sache wieder erzählte, iſt er

ein Lügner.

Ihr ſeyd alſo Heinrich Smith nicht mit einem lü⸗ derlichen Mädchen begegnet, wie man ſagt?

O, guter Gott! ich weiß nichts davon, vielleicht, ja, vielleicht, nein! glaubt Ihr, ein ſeit vier Jahren verheiratheter Mann könne ſich der Knöchel einer Sän⸗ gerin, ihrer Fußſpitze, der Borten ihres Rocks und der⸗ gleichen Kleinigkeiten erinnern? Nein, ich überlaſſe das dem luſtigen Heinrich. 4

Der Schluß von all dem, ſagte Glover, dem die

Geduld ausging,iſt doch, daß ihr Smith begegnet ſeyd, da er öffentlich in der Straße ſpazierte.. O nein, Nachbar, ich traf ihn in den dunkelſten Gaſſen, wie er gerade gegen ſein Haus anſteuerte, mit Sack und Pack, die beiden Arme beladen, wie ein ga⸗ lanter Junge, auf einem Arm das Hündchen und das Mädchen am andern. Mir däuchte ſie ſehr ſchön.

Beim heiligen Johann, ſagte Gloyer, vob dieſer⸗