Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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82 terirdiſchen Höhle erliſcht. Ihr achtet meine Macht zu gering, wenn Ihr nicht wißt, daß meine Kunſt mir noch beſſere Zerſtörungsmittel beut. Aber der Arzt tödtet den Kranken nicht, von deſſen Großmuth er lebt und beſonders den, deſſen Naſe Rachehoffnung athmet, nicht den, von dem er gerächt zu werden hofft. Wäre es nöthig, Euch zu wecken,(denn wer in Schottland kann acht Stunden ungeſtört ſchlafen?) ſo wird der Duft der ſtarken Eſſenz in dieſer Büchſe hinreichen. Lebt wohl, Herr Ritter, wenn Ihr nicht denkt, daß. ich ein ſehr zartes Gewiſſen habe, ſo geſteht mir we⸗ nigſtens Verſtand und Klugheit zu.

Mit dieſen Worten verließ der Arzt das Gemach, indem er ſeine niedrige, kriechende Mieue durch den Sieg, den er ſo eben über ſeinen gebieteriſchen Kranken gewonnen hatte, trotziger und edler wurde. John Ra⸗ morny blieb in traurige Gedanken verſunken, bis er den Einfluß des Schlaftranks empfand. Er raffte ſich für einen Augenblick auf und rief ſeinen Pagen.

Eviot! ich habe Unrecht, fügte er bei,mich dieſem quackſalberiſchen Giftmiſcher ſo zu entdecken Eviot!*

Der Page trat ins Gemach.

Iſt der Arzt fort? fragte Sir John.

Ja, Herr, war die Antwort.

Allein oder in Begleitung?

Bonthron hat geheim mit ihm geſprochen und iſt ihm beinahe ſogleich gefolgt, nach den Befehlen Eurer Herrlichkeit, wie er mir ſagte.

Großer Gott! ja, richtig: er hat einige Arzneien