Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Aber, mein Vater, nur dieſer Meinungen wegen nennt man Euch einen Lollharden und Schuͤler Wick⸗ les;*) man ſagt, Ihr wollt die Kirchen und Kloͤſter zerſtoͤren und die heidniſche Religion wieder herſtellen.

Deßwegen, meine Tochter, wurde ich genoͤthigt, zwiſchen Bergen und Felſen meine Zuflucht zu ſuchen und unter den Hochlaͤndern zu leben, die, trotz ihrer wilden Sitten, dem Zuſtand der Gnade naͤher ſind, als die, welche ich hinter mir ließ. Ihre Verbrechen ent⸗ ſtehen aus Unwiſſenheit, nicht aus Uebermuth. Ich werde kein Mittel unterlaſſen, das mir der Himmel an die Hand gibt, um ihrer Grauſamkeit zu entgehen. Denn ſo lang mich die Guͤte Gottes auf der Erde zuruͤckhaͤlt, nehme ich dieß fuͤr ein Zeichen, daß ich noch eine Pflicht zu erfuͤllen habe; aber wenn der Wille meines Herrn es gebieten wird, ſo weiß er, mit welchem Vergnuͤgen Clemens Blair von goͤttlicher Hoffnung beſeelt dieſes elende Leben gegen das ver⸗ tauſchen wird, das in einer gluͤcklichen Welt uns ver⸗ heißen iſt. Aber warum ſiehſt du ſo aufmerkſam gegen Norden, meine Tochter? Deine jungen Augen ſind beſſer als die meinigen: ſiehſt du Jemand von dieſer Seite kommen 2⸗

Ich ſehe hin, mein Vater, ob der junge Hochlaͤnder Conachar nicht erſcheint, der Euch durch die Berge fuͤhren und deſſen Vater Euch einen rauhen, aber ſichern Zufluchtsort geben wird. Er hat es mir oft

*) Ketzer des 14ten FJahrhunderts. . Anum. d. Her.