41 Maͤnner in den heiligen Oertern, auf die wir unſere Blicke richten; aber es iſt zu fuͤrchten, daß die Liebe in der Mehrzahl erkaltet iſt. Die Geiſtlichen ſind reich geworden, theils durch die Gaben frommer Men⸗ ſchen, theils durch die von Gottloſen, welche ſie in ihrer Unwiſſenheit aus dem Wahne darbrachten, durch Geſchenke an die Kirche eine Vergebung zu gewinnen, die der Himmel nur dem wahren Bußfertigen ſchenkt. Je reicher die Kirche wird, deſto nachſichtiger und fin⸗ ſterer werden ihre Lehren; wie ein Licht weniger hell glaͤnzen wuͤrde, wenn es in eine mit Gold umflochtene Lampe, als in ein einfaches Glas, geſtellt waͤre. Gott weiß, daß, wenn ich alle dieſe Dinge ſehe und tadle, es nicht geſchieht, um mich abzuſondern, oder ein Leh⸗ rer in Iſrael zu werden, ſondern, weil das Feuer, das in meiner Bruſt gluͤht, mir nicht mehr erlaubt, zu ſchweigen. Ich gehorche den Regeln meines Or⸗ dens und entziehe mich ihrer Strenge nicht; ſeyen ſie nun zu unſerem Heil weſentlich, oder bloße, um den Mangel der Buße und wahren Andacht zu erſe⸗ tzen, angenommene Foͤrmlichkeiten, gleichguͤltig, ich habe verſprochen, ja ich habe geſchworen, ſie zu beob⸗ achten und ſie werden um ſo mehr von mir verehrt, als man glauben koͤnnte, ich verlange die Bequemlich⸗ keiten des Lebens, wenn ich mich gegen ſie auflehnte. Der Himmel iſt mein Zeuge, daß ich dem Leiden mei⸗ nes Koͤrpers wenig Wichtigkeit beilegen wuͤrde, wenn die Kirche ihre erſte Reinheit und die fromme Zucht ihre alte Einfachheit wieder gewaͤnne.“
Teil eines Werkes
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
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