29 zur Neuheit oder aus irgend einem andern Grund, von denen geſchützt und genährt, die ſich beeilen ſollten, ihn aus der Feſtung zu jagen, ſo wird er jeden Tag neue Gelegenheit finden, Schaden zu thun.««
„Ihr ſcheint einen hier Gegenwärtigen zu meinen, Pater Prior,« ſagte Douglas;„wenn ich es bin, ſo thut Ihr mir Unrecht. Ich weiß, daß der Abt von Aberbrothick ſich über mich beklagt hat, weil ich ſein Vieh nicht zu zahlreich für ſeine Weiden werden ließ und nicht duldete, daß die Getreidehaufen die Scheuern des Kloſters zerdrückten, während unſere Leute an Rind⸗ fleiſch und ihre Pferde an Haber Mangel litten. Aber es dünkt mich, dieſe fruchtbaren Weiden und Felder ſeyen von meinem Vorfahren dem Kloſter Aberbrothick nicht in der Abſicht geſchenkt worden, daß ihre Nach⸗ kömmlinge mitten in dieſem Ueberfluß Hunger ſterben. Das ſoll nicht geſchehen, bei der heiligen Jungfrau! Aber was Ketzereien und falſche Lehren betrifft,⸗ fügte der Graf bei, indem er mit ſeiner großen Hand ſchwer auf die Rathstafel ſchlug:„wo iſt der, welcher Doug⸗ las anzuklagen wagt? Es gefällt mir nicht, wenn man arme Leute wegen leichtſinniger Gedanken verbrennt; aber mein Arm und Schwert werden immer bereit ſeyn, den chriſtlichen Glauben zu ſchützen.“
„Ich zweifle nicht, Mylord,“ entgegnete der Mönch; „das war immer ſo in Eurem edlen Hauſe. Mit den Klagen des Abts werden wir uns ein anderesmal be⸗ ſchäftigen; was ich jetzt wünſche, iſt, daß einem der erſten Großen des Staats eine Vollmacht gegeben werde,


