Teil eines Werkes 
153. Bändchen = Neue Folge, 3. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 3. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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Iſt denn Ihr Leben koſtbarer, fragte der Herzog von Albany, als das ſo vieler Barone und Edelleute, die mit Eurer Majeſtät Erlaubniß ſich ſo oft in den Schran⸗ ken, um ſich Recht zu verſchaffen oder Ruhm zu erwer⸗ ben, ſchlagen dürfen?

Der König wußte, ſo bedrängt, wenig gegen dieſe Gewohnheit der Kampfprobe zu antworten, die durch die Geſetze des Königreichs geduldet und durch die der Ritterlichkeit gebilligt ward. Er ſagte aber doch: Gott weiß, daß ich die Erlaubniß, von der Ihr ſprecht, immer nur höchſt ungern gab und nie Edelleute in ihren Zwiſtigkeiten ihr Blut vergießen ſah, ohne daß ich wünſchte, ſie auf Koſten des meinigen zu beſänftigen.

Aber, gnädigſter Fürſt, ſagte der Prior,wenn wir den geſchickten Vorſchlägen des Mylord von Albany nicht folgen, ſcheint es mir, daß wir zu den Mitteln des Grafen von Douglas greifen müſſen, um auf Ge⸗ fahr des zweifelhaften Ausgangs einer Schlacht und mit der Gewißheit, treue Unterthanen zu verlieren, das Schwert des Niederländers zu dem Werk zu brau⸗ chen, das die wilden Hochländer ſelbſt in ihrem Lande zu vollbringen, nicht ermangeln werden. Was ſagt My⸗ lord Douglas von den politiſchen Planen ſeiner Gnaden, des Herzogs von Albany?

Douglas ſagte der ſtolze Baron,räth nie zur Liſt, wo man offne Gewalt brauchen kann. Er bleibt bei ſeiner Meinung und ſeinem Wunſch, an der Spitze ſei⸗ ner und der Barone von Perthſhire Vaſallen auszuzie⸗ heu. Er wird die Hochländer zur Vernunft oder zur